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Dein erstes Programm

Python Sandbox 4 Min Lesezeit 3 BeispieleLektion 2 von 6

Ein Programm in Python ist eine Textdatei mit der Endung .py. In diesem Kurs heißt sie meistens main.py. Gestartet wird sie mit dem Befehl python main.py. Vorne steht der Name des Programms, das die Datei ausführt, also der Interpreter. Dahinter kommt die Datei, die er ausführen soll.

Mehr braucht es nicht. Kein Projekt, das man anlegen muss, kein Fenster, keine Einstellungen.

Die erste Anweisung, die man in Python lernt, ist print. An ihr sieht man gleich die drei Dinge, auf die es bei fast jeder Zeile ankommt:

  • Der Name. print, klein geschrieben. Python unterscheidet zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Print ist für Python ein völlig anderes Wort, und zwar eins, das es nicht kennt.
  • Die runden Klammern. Alles, was ausgegeben werden soll, steht dazwischen. An den Klammern erkennt Python, dass hier print benutzt wird und was es mitbekommt.
  • Der Text in Anführungszeichen. So etwas heißt in Python Text (string). Die Anführungszeichen markieren Anfang und Ende. Mit ausgegeben werden sie nicht.
Drei Zeilen, drei Ausgaben
print("Hallo, ich bin ein Programm.")
print("Ich stehe in Zeile zwei.")
print("Und ich in Zeile drei.")

Jedes print ergibt eine Zeile Ausgabe. Die Zeilen kommen in derselben Reihenfolge, in der die Anweisungen im Code stehen, und den Zeilenumbruch setzt print von selbst.

Bei den Anführungszeichen gibt es eine Falle, die mit Python gar nichts zu tun hat. Python versteht nur die geraden Zeichen von der Tastatur, " und '. Die geschwungenen aus einem Textprogramm, also „so“ oder “so”, sind für Python keine Anführungszeichen. Das sind einfach irgendwelche Zeichen mitten im Code. Wenn du ein Beispiel aus einem Word-Dokument oder einer Mail kopierst, holst du sie dir oft unbemerkt mit herein.

Ob du einfache oder doppelte nimmst, ist egal, solange vorne und hinten dieselben stehen. In diesem Kurs stehen doppelte.

Mehr als ein Wert, und gar keiner

print nimmt auch mehrere Dinge auf einmal. Getrennt werden sie durch Kommas.

Mehrere Werte und eine leere Zeile
print("Brot", "Milch", "Kaffee")
print()
print("Einkauf für", 3, "Personen")

In der ersten Zeile stehen drei Texte. print setzt zwischen sie je ein Leerzeichen.

In der dritten Zeile steht eine Zahl zwischen zwei Texten, und zwar ohne Anführungszeichen. Eine Zahl ist kein Text. Python gibt sie trotzdem ohne Murren aus. Was die beiden unterscheidet, kommt in Abschnitt 2 genauer.

Die zweite Zeile ist print() mit leeren Klammern. Dabei kommt nichts heraus außer dem Zeilenumbruch, also eine leere Zeile. Klingt nach einer Kleinigkeit. Es ist trotzdem der einfachste Weg, eine längere Ausgabe lesbar zu machen.

Was passiert, wenn eines der drei Dinge von oben fehlt, zeigt Lektion 1.4 ausführlich. Vorweg nur so viel. Python sagt dann nicht „ich habe dich schon verstanden“. Es hört auf und meldet, wo es hängen geblieben ist.

Kommentare

Kommentare stehen für Menschen da
# Preise vom Wochenmarkt, Stand Samstag
print("Äpfel: 2.49 Euro pro Kilo")

# Die Birnen waren aus. Die Zeile bleibt für nächste Woche stehen.
# print("Birnen: 2.99 Euro pro Kilo")
print("Ende der Liste")

Alles hinter einer Raute # ist ein Kommentar, bis zum Ende der Zeile. Python überliest ihn komplett. Deshalb stehen in der Ausgabe nur die Äpfel und das Ende der Liste. Die Birnen fehlen, obwohl ihre Zeile vollständig da ist, weil davor eine Raute steht.

Wofür man Kommentare schreibt, darüber wird gern gestritten. Eine brauchbare Linie ist die hier. Ein Kommentar sagt, warum etwas da steht, und nicht, was da steht. # gibt Äpfel aus über einem print, das Äpfel ausgibt, hilft niemandem. # Die Birnen waren aus erklärt dagegen etwas, das man dem Code nicht ansieht. Dafür sind Kommentare da.

Das Auskommentieren aus dem Beispiel braucht man übrigens oft. Eine Zeile kurz abschalten, ohne sie zu löschen, ist beim Ausprobieren Gold wert.

Wo du in diesem Kurs arbeitest

Der Reiter Lektion ist der Artikel, den du gerade liest. Im Reiter Praxis steht die Aufgabe, dazu die Prüfliste mit den Punkten, die deine Lösung erfüllen muss, und der Button Prüfen.

Im Editor liegen deine Dateien. Im Terminal siehst du, was ausgeführt wurde und was dabei herauskam: oben der Befehl, darunter die Ausgabe deines Programms und, wenn etwas schiefging, die Fehlermeldung in Rot. Wenn du auf Prüfen drückst, wird der Befehl python main.py ins Terminal getippt, so als hättest du ihn selbst geschrieben.

Du kannst ihn dort auch selbst eintippen, das Terminal gehört dir. Abtippen musst du ihn nicht einmal. In der Befehlsleiste im Terminal stehen die Befehle, die gerade passen. Mit einem Klick landet ein Befehl in der Eingabezeile, Enter drückst du selbst.

Live ist ein Schalter am Terminal, den es mit dem Premium Konto gibt. Damit läuft der Befehl aus der Eingabezeile nach jeder Änderung im Editor neu.

Ein Wort noch zu dem Befehl, weil er dir auf dem eigenen Rechner begegnen wird. Auf einem Mac und auf manchen Linux-Rechnern heißt er python3 statt python. Das hat historische Gründe und ändert an der Sprache nichts. In Lektion 11.1 wird Python auf deinem Rechner eingerichtet, dort klärt sich das auch. Hier heißt der Befehl immer python.

Zum Mitnehmen

print wird klein geschrieben und braucht runde Klammern und gerade Anführungszeichen. Fehlt davon etwas, kommt eine Fehlermeldung statt des Textes. Was hinter einer Raute steht, überliest Python.

Jetzt du

Basis Konto, kostenlos

Zu dieser Lektion gehört eine Aufgabe. Du schreibst den Code selbst, und nach jedem Lauf sagt dir eine Prüfliste, was schon stimmt.

Dafür brauchst du das Basis Konto. Es kostet nichts, und ein Passwort gibt es auch nicht.

In diesem Kurs läuft dein Code auf einem Server. Dafür hat das Basis Konto 1 Stunde im Monat, mehr Zeit gibt es mit dem Premium Konto.

Was in dieser Lektion steckt

  • Artikel mit 3 Beispielen zum Ausprobieren

    Steht hier, ohne Konto lesbar.

  • Aufgabe, dein Code läuft auf einem Server

    Öffnet sich mit dem Basis Konto.