Transparenz: Wo hier KI drinsteckt
Kurz vorweg, damit du nicht scrollen musst: Die Bilder auf dieser Seite sind mit KI erstellt. Bei den Texten hilft mir KI beim Schreiben, aber keiner geht online, ohne dass ich ihn gelesen, geprüft und überarbeitet habe. Und in der Lernplattform antwortet dir Mio, der Lernbegleiter. Der ist eine KI, durch und durch.
Warum dafür eine eigene Seite? Weil "mit KI gemacht" inzwischen alles und nichts heißt. Manche meinen damit ein Titelbild, andere den kompletten Artikel aus dem Prompt-Automaten, den niemand mehr gelesen hat. Das ist ein Unterschied, und du solltest wissen, was du hier bekommst.
Was mit KI erstellt ist
Die Titelbilder der Blog-Artikel. Alle. Ich bin Entwickler und kein Illustrator, mir fehlt für eigene Zeichnungen sowohl das Talent als auch die Zeit. Die Bilder kommen also aus einem Bildgenerator. Einen Teil davon bearbeite ich danach noch in Photoshop nach, schneide zu oder ziehe die Farben gerade.
Die übrigen Illustrationen. Zum Beispiel die Kursbilder in der Lernplattform und bei den Tageskursen. Gleiche Geschichte, gleicher Weg.
Bei einem Teil dieser Bilder steckt die Herkunft übrigens auch in der Datei selbst: sogenannte Content Credentials nach dem C2PA-Standard, ein Herkunftsnachweis, den das Tool beim Export einbettet. Wer mag, kann das auslesen. Bei den anderen fehlt er, weil er die Nachbearbeitung nicht überlebt hat oder das Werkzeug gar keinen mitliefert. Deshalb schreibe ich es lieber selbst dazu, statt mich auf Metadaten zu verlassen, die unterwegs verloren gehen.
Wie die Texte entstehen
Blog, Lernplattform und Referenz. Hier ist KI beim Schreiben dabei. Ich lege fest, worum es geht, wie der Text aufgebaut ist und was unbedingt drinstehen muss, und eine KI schreibt daraus einen Entwurf. Dann bin ich dran: Ich lese jeden Text, prüfe Fakten und Code, streiche, schreibe um und schreibe neu, bis er so dasteht, wie ich ihn haben will. Was nicht durch diese redaktionelle Prüfung gegangen ist, geht nicht online.
Die Verantwortung bleibt dabei komplett bei mir. Wenn hier Unsinn steht, habe ich ihn durchgelassen, und dann ist es mein Fehler. "Das hat die KI geschrieben" gilt hier nicht als Ausrede.
Die Tageskurse. Die Lektionen der Kurse unter /kurse schreibe ich selbst. KI nutze ich dort nur drumherum: zum Recherchieren, um eine Gliederung durchzusprechen, und zum Gegenlesen, wenn ich nach dem dritten Durchgang meine eigenen Schachtelsätze nicht mehr sehe.
Die Fotos von mir. Das bin echt ich. Kein Avatar, kein Modell, keine hochgerechnete Version von mir mit besseren Haaren.
Was mit dem Code ist
Beim Programmieren arbeite ich mit KI-Assistenten, darüber schreibe ich ja ständig. Für die Code-Beispiele hier gilt trotzdem eine feste Regel: Sie sind gelaufen, bevor sie online gehen. Ich veröffentliche keinen Code, der nicht ausprobiert wurde.
In der Lernplattform kommt noch etwas dazu. Die Musterlösungen der Aufgaben laufen automatisch gegen die Prüfliste ihrer Aufgabe, bevor eine Änderung online geht. Eine Aufgabe, die sich mit ihrer eigenen Lösung nicht bestehen lässt, fällt dabei auf und nicht erst bei dir.
Mio, der Lernbegleiter
Wenn du in der Lernplattform angemeldet bist, sitzt in jeder Lektion unten rechts Mio. Den kannst du fragen, wenn du bei einer Aufgabe festhängst oder etwas aus der Lektion nicht verstehst. Mio ist kein Mensch und auch nicht ich, sondern eine KI: Seine Antworten schreibt ein Sprachmodell von Anthropic, und zwar in dem Moment, in dem du fragst. Nur die Begrüßung im Chatfenster ist eine feste Zeile.
Damit das niemand übersieht, steht oben im Chatfenster "Mio KI" und nicht nur "Mio". Diese Zeile scrollt nicht weg, sie ist bei jeder Antwort im Bild.
Was du über Mio wissen solltest:
- Er kann sich irren. Ein Sprachmodell klingt auch dann sicher, wenn es danebenliegt. Ob deine Aufgabe gelöst ist, entscheidet deshalb nicht Mio, sondern die feste Prüfliste der Aufgabe. Da steckt keine KI drin.
- Er bleibt bei der Lektion. Mio soll dir beim Lernen helfen und nicht dein Allzweck-Chatbot sein. Fragen, die mit der Lektion nichts zu tun haben, lehnt er ab.
- Er kennt die Lösung, rückt sie aber nicht sofort raus. Er gibt dir erst einen Hinweis. Willst du die Lösung, sag es ihm, dann bekommst du sie samt Erklärung.
- Er sieht, woran du gerade sitzt. Mit jeder Frage gehen der Text der Lektion, die Aufgabe, der aktuelle Stand deines Codes und die roten Prüfungen mit, bei einer roten Prüfung auch die Ausgabe deines letzten Laufs. Sonst könnte er dir nicht passend antworten. Deine Fragen, seine Antworten und dein Code landen dabei nicht in meiner Datenbank, der Verlauf liegt nur in deinem Browser und ist weg, sobald du den Tab schließt. Anthropic verwendet die Inhalte vertraglich nicht zum Training. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung unter Mio, der Lernbegleiter.
Was der AI Act damit zu tun hat
Artikel 50 der EU-KI-Verordnung regelt die Transparenzpflichten für KI-Inhalte, seit dem 2. August 2026 gilt er. Ich habe mir das genauer angesehen, weil ich darüber geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass auf meiner eigenen Seite dazu exakt nichts stand. Das war der Anlass für diese Seite.
Für Bilder und Texte gibt es nach meiner Einschätzung keine Pflicht. Die Titelbilder sind erkennbar Illustrationen und keine gefälschten Aufnahmen von echten Personen oder Ereignissen. Bei Texten verlangt der AI Act eine Kennzeichnung nur, wenn sie die Öffentlichkeit über Dinge von öffentlichem Interesse informieren, und selbst dann nicht, wenn ein Mensch sie redaktionell prüft und dafür geradesteht. Das mache ich, und im Impressum steht mein Name.
Bei Mio sieht es anders aus. Mio ist eine KI, mit der du direkt schreibst, und ich habe ihn selbst gebaut: auf einem fremden Sprachmodell, aber mit eigener Oberfläche und unter eigenem Namen. Damit bin ich nach meiner Einschätzung nicht nur jemand, der ein fertiges Werkzeug einbindet, sondern selbst Anbieter. Und von dem verlangt Artikel 50, dass du weißt, dass da eine Maschine antwortet. Deshalb steht "Mio KI" im Chatfenster, und deshalb steht Mio auch hier.
Was hier steht, ist keine Rechtsberatung und auch keine Vorlage zum Abschreiben. Ich bin Entwickler, kein Anwalt. Wenn du wissen willst, was für dein Projekt gilt, frag jemanden, der dafür geradesteht.
Warum ich den Rest freiwillig dazuschreibe
Für Bilder und Texte zwingt mich also niemand. Ich schreibe es trotzdem dazu, aus einem ziemlich einfachen Grund: Ich erkläre hier ständig, wie man KI ehrlich einsetzt. Dann kann ich schlecht so tun, als hätte ich meine Titelbilder selbst gemalt und jeden Satz allein getippt.
Ehrlich gesagt finde ich die Alternative auch schlimmer. Wenn du irgendwann von selbst merkst, dass hier KI mitarbeitet, und nirgends steht ein Wort dazu, dann ist deine nächste Frage: Was ist hier sonst noch verschwiegen? Genau diese Frage will ich dir ersparen.
Stand
Diese Seite gilt für alles, was aktuell hier online ist. Ändert sich etwas an meinem Vorgehen, ändert sich diese Seite mit. Wenn dir etwas auffällt, das nicht stimmt, schreib mir: programmieren@mitmario.dev. Dann korrigiere ich das.
Letzte Aktualisierung: 8. Oktober 2026