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font-weight

font-weight steuert die Strichstärke einer Schrift, von haarfein bis extrafett. Der Standardwert normal entspricht 400, bold entspricht 700. Die Eigenschaft wird vererbt und lässt sich mit numerischen Werten von 100 bis 900 präzise steuern. Ob ein Gewicht tatsächlich sichtbar ist, hängt davon ab, ob die verwendete Schrift diesen Schnitt enthält. Fehlt der passende Schnitt, simuliert der Browser ein künstliches Bold (das sogenannte Faux Bold), das oft deutlich schlechter aussieht als ein echter Fettschnitt.

Steckbrief font-weight
Syntax
font-weight: <number> | normal | bold | lighter | bolder
Initialwert
normal (400)
Vererbt
Ja
Animierbar
Ja
Kategorie
Typografie
Werte
14
Beispiele
4
Browser
5 von 5
E-Mail
4 von 5
Stand
15.02.2026

Grundlagen

Die Gewichtsskala reicht von 100 (Thin/Hairline) bis 900 (Black/Heavy), jeweils in 100er-Schritten. Die beiden wichtigsten Werte sind 400 (normal) und 700 (bold). Die Schlüsselwörter normal und bold sind Aliase für diese Zahlen und funktionieren identisch.

Ob ein numerischer Wert tatsächlich einen sichtbaren Unterschied macht, hängt von der geladenen Schrift ab. Viele System-Schriften wie Arial oder Helvetica haben nur zwei Schnitte: Regular (400) und Bold (700). Wenn du font-weight: 300 verwendest und die Schrift keinen Light-Schnitt hat, fällt der Browser auf den nächsten verfügbaren Schnitt zurück, in diesem Fall 400. Bei Variable Fonts dagegen kannst du jeden beliebigen Wert zwischen 1 und 1000 verwenden, und die Schrift interpoliert stufenlos.

Die relativen Schlüsselwörter lighter und bolder beziehen sich auf das Gewicht des Elternelements. Sie springen zur nächsten verfügbaren Stufe laut einer festen Zuordnungstabelle: lighter von 400 ergibt 100, bolder von 400 ergibt 700. Das Verhalten ist also nicht einfach “minus 100” oder “plus 100”.

Syntax & Werte

14 Werte
Wert Beschreibung Beispiel
normal Normales Gewicht, entspricht 400. font-weight: normal
bold Fettes Gewicht, entspricht 700. font-weight: bold
lighter Eine Stufe leichter als das Elternelement. font-weight: lighter
bolder Eine Stufe schwerer als das Elternelement. font-weight: bolder
100 Thin / Hairline: dünnste Strichstärke. font-weight: 100
200 Extra Light / Ultra Light. font-weight: 200
300 Light: leicht dünner als normal. font-weight: 300
400 Normal / Regular: Standardgewicht. font-weight: 400
500 Medium: etwas schwerer als normal. font-weight: 500
600 Semi Bold / Demi Bold. font-weight: 600
700 Bold: fettes Gewicht. font-weight: 700
800 Extra Bold / Ultra Bold. font-weight: 800
900 Black / Heavy: schwerstes Gewicht. font-weight: 900
<number> (1-1000) Beliebiger Wert bei Variable Fonts. font-weight: 450

Beispiele

4 Beispiele

Alle Standard-Gewichtsstufen nebeneinander. Ob sich benachbarte Stufen visuell unterscheiden, hängt von der Schrift ab.

Gewichtsskala 100 bis 900
.thin       { font-weight: 100; } /* Thin / Hairline */
.extra-light { font-weight: 200; }
.light      { font-weight: 300; }
.normal     { font-weight: 400; } /* = normal */
.medium     { font-weight: 500; }
.semi-bold  { font-weight: 600; }
.bold       { font-weight: 700; } /* = bold */
.extra-bold { font-weight: 800; }
.black      { font-weight: 900; } /* Black / Heavy */

Barrierefreiheit

Verwende ausreichenden Kontrast zwischen verschiedenen Gewichten, um Textbetonungen visuell unterscheidbar zu machen. Für semantische Betonung nutze <strong> statt nur visuelles font-weight: bold. Screenreader erkennen <strong> als betonten Text, ein reines CSS-Bold wird ignoriert.

Sehr dünne Gewichte (100-200) können bei kleinen Schriftgrößen schwer lesbar sein, besonders auf Bildschirmen mit niedriger Auflösung oder für Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen. Verwende dünne Gewichte nur für große Überschriften oder dekorative Elemente, nicht für Fließtext.

Achte darauf, dass fettgedruckter Text nicht die einzige Methode ist, um wichtige Informationen hervorzuheben. Kombiniere Schriftstärke mit anderen visuellen Hinweisen wie Farbe, Icons oder räumlicher Positionierung, damit die Betonung auch für Nutzer erkennbar ist, die Schriftunterschiede schlecht wahrnehmen.

Häufige Fehler

5 Fehler
01 Gewicht verwenden, das die Schrift nicht hat
Wenn du font-weight: 300 auf Arial setzt, passiert nichts, denn Arial hat keinen Light-Schnitt. Der Browser fällt auf 400 zurück. Bei Web-Fonts musst du jeden benötigten Schnitt explizit laden.
02 Faux Bold nicht erkennen
Du lädst eine Web-Font nur in Regular (400) und verwendest font-weight: bold. Der Browser simuliert Bold, was unsauber aussieht. Lösung: Bold-Schnitt separat mit @font-face laden.
03 font-weight: bold statt numerisch bei Variable Fonts
Variable Fonts unterstützen stufenlose Gewichte. bold springt direkt auf 700, statt den feinen Spielraum zwischen 400 und 700 zu nutzen.
04 lighter/bolder falsch verstehen
lighter von 400 ergibt nicht 300, sondern 100. bolder von 400 ergibt nicht 500, sondern 700. Die Zuordnung folgt festen Regeln in der CSS-Spezifikation.
05 Zu viele Gewichte laden und Performance verschlechtern
Jeder Schriftschnitt ist eine separate Datei. Lade nur die Gewichte, die du tatsächlich verwendest. Für die meisten Websites reichen 400 und 700.

Browser-Kompatibilität

5 von 5

font-weight wird von allen Browsern vollständig unterstützt. Numerische Werte (100-900) und Schlüsselwörter funktionieren überall. Variable Fonts mit stufenlosen Werten werden seit 2018 von allen modernen Browsern unterstützt.

  • Chrome

    Komplett

  • Firefox

    Komplett

  • Safari

    Komplett

  • Edge

    Komplett

  • Opera

    Komplett

Email-Kompatibilität

4 von 5

font-weight funktioniert in HTML-Emails zuverlässig mit den Standardwerten normal und bold. Numerische Werte werden teilweise unterstützt.

  • Apple Mail

    Komplett

  • Gmail

    Komplett

    normal und bold zuverlässig. Numerische Werte funktionieren ebenfalls

  • Outlook

    Teilweise

    normal und bold funktionieren. Feine Abstufungen (300, 500, 600) werden oft ignoriert

  • Thunderbird

    Komplett

  • Yahoo Mail

    Komplett

    normal und bold zuverlässig

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