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CSS-Grundlagen · 3 von 11

Selektoren Grundlagen

Selektoren sind das Herzstück von CSS. Sie bestimmen, welche HTML-Elemente von deinen Stil-Regeln betroffen sind. Ohne Selektoren wüsste der Browser nicht, wo er deine Farben, Abstände und Schriftgrößen anwenden soll.

Steckbrief Grundlagen
Reihe
CSS-Grundlagen
Teil
3 von 11
Kapitel
14
Vorschauen
6
Lesezeit
5 Min
Stand
10.02.2026

Was ist ein Selektor?

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Ein Selektor steht am Anfang jeder CSS-Regel und zeigt auf ein oder mehrere HTML-Elemente:

Selektor {
  Eigenschaft: Wert;
}

Der Selektor ist die Adresse. Die Deklarationen im Block sind die Anweisungen. Je präziser die Adresse, desto gezielter das Ergebnis.

Der Element-Selektor

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Der einfachste Selektor: Du schreibst den Tag-Namen hin, und alle Elemente dieses Typs werden gestaltet.

Element-Selektor
h2 {
  color: #7c3aed;
}

p {
  color: #374151;
  line-height: 1.6;
}

Beide <p>-Elemente werden gestaltet, weil der Selektor p auf alle Absätze zielt. Das ist praktisch für globale Basis-Styles, aber manchmal zu breit. Was, wenn du nur einen bestimmten Absatz anders gestalten willst?

Der Klassen-Selektor

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Mit Klassen markierst du einzelne Elemente im HTML und sprichst sie gezielt in CSS an. Eine Klasse wird mit einem Punkt (.) eingeleitet:

Klassen-Selektor
.highlight {
  background: #fef3c7;
  padding: 4px 8px;
  border-radius: 4px;
}

.error {
  color: #dc2626;
  font-weight: bold;
}

Wichtige Punkte zu Klassen:

  • Im HTML schreibst du class="name" (ohne Punkt)
  • Im CSS schreibst du .name (mit Punkt)
  • Ein Element kann mehrere Klassen haben: class="highlight error"
  • Dieselbe Klasse kann auf beliebig viele Elemente angewendet werden

Klassen sind der wichtigste Selektor in der Praxis. Sie sind wiederverwendbar, flexibel und haben eine moderate Spezifität.

Der ID-Selektor

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Eine ID identifiziert ein einziges, eindeutiges Element. Im CSS wird sie mit einer Raute (#) eingeleitet:

ID-Selektor
#main-title {
  color: #1a56db;
  font-size: 24px;
  border-bottom: 3px solid #1a56db;
  padding-bottom: 8px;
}

IDs vs. Klassen:

  • Jede ID darf pro Seite nur einmal vergeben werden
  • IDs haben eine höhere Spezifität als Klassen, sind also schwerer zu überschreiben
  • IDs werden auch für Anker-Links (#section) und JavaScript (getElementById) genutzt

Empfehlung: Verwende IDs für Navigation und JavaScript. Für CSS-Styling sind Klassen fast immer die bessere Wahl, weil sie flexibler und einfacher zu pflegen sind.

Der Universal-Selektor

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Das Sternchen (*) trifft auf jedes Element:

Universal-Selektor
* {
  margin: 0;
  padding: 0;
  box-sizing: border-box;
}

Der Universal-Selektor wird oft für CSS-Resets eingesetzt: Alle Standard-Abstände auf null setzen und danach gezielt eigene Styles definieren. Im Alltag brauchst du ihn selten, aber es ist gut zu wissen, dass es ihn gibt.

Der Attribut-Selektor

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Du kannst Elemente auch anhand ihrer Attribute auswählen. Der Selektor steht in eckigen Klammern:

Attribut-Selektor
input[type="text"] {
  border: 2px solid #3b82f6;
  padding: 8px;
  border-radius: 4px;
}

input[type="submit"] {
  background: #3b82f6;
  color: white;
  border: none;
  padding: 8px 16px;
  border-radius: 4px;
}

Attribut-Selektoren sind besonders nützlich für Formulare, wo verschiedene <input>-Typen unterschiedlich gestaltet werden sollen. Es gibt noch Varianten wie [href^="https"] (beginnt mit) oder [class*="btn"] (enthält), aber die Grundform reicht für den Anfang.

Selektoren gruppieren

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Wenn mehrere Selektoren dieselben Styles bekommen sollen, kannst du sie mit einem Komma gruppieren:

Gruppierte Selektoren
h2, h3, h4 {
  color: #7c3aed;
  margin-bottom: 8px;
}

Statt denselben Code dreimal zu schreiben, definierst du ihn einmal für alle drei. Sauberer, kürzer, einfacher zu pflegen.

Welchen Selektor wann verwenden?

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SelektorSyntaxTrifft aufEinsatz
ElementpAlle <p>-ElementeGlobale Basis-Styles
Klasse.nameElemente mit class="name"Wiederverwendbare Styles
ID#nameEin Element mit id="name"Einmalige Elemente, Navigation
Universal*Alle ElementeCSS-Resets
Attribut[attr="wert"]Elemente mit passendem AttributFormulare, spezifische Auswahl
Gruppierungh1, h2, h3Mehrere Selektoren zusammenCode-Duplikation vermeiden

Faustregel: Nutze Klassen als Standard-Selektor. Element-Selektoren für globale Basis-Styles. IDs nur, wenn du sie für Navigation oder JavaScript brauchst. Attribut-Selektoren für Sonderfälle wie Formular-Inputs.

Häufige Fehler

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01 Punkt bei Klassen vergessen
highlight { } im CSS funktioniert nicht. Es muss .highlight { } sein (mit Punkt). Ohne Punkt sucht der Browser nach einem HTML-Element namens <highlight>.
02 Raute bei IDs vergessen
Gleicher Fehler wie bei Klassen. main-title { } statt #main-title { }.
03 ID mehrfach vergeben
Wenn zwei Elemente dieselbe ID haben, ist das ungültiges HTML. Der Browser styled oft nur das erste, und JavaScript findet ebenfalls nur das erste.
04 Zu spezifische Selektoren
div.container ul.nav-list li.nav-item a.nav-link { } ist viel zu lang. .nav-link { } reicht meistens aus. Je einfacher der Selektor, desto leichter ist er zu pflegen und zu überschreiben.
05 ID für wiederholte Styles verwenden
Wenn mehrere Elemente denselben Style bekommen sollen, verwende eine Klasse, keine ID.

Zusammenfassung

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KonzeptBeschreibung
SelektorBestimmt, welche Elemente eine CSS-Regel trifft
Element-SelektorTag-Name als Selektor (p, h1, div)
Klassen-Selektor.name im CSS, class="name" im HTML
ID-Selektor#name im CSS, id="name" im HTML
Universal-Selektor* trifft auf alle Elemente
Attribut-Selektor[attr="wert"] trifft auf Elemente mit passendem Attribut
GruppierungKomma-getrennte Selektoren teilen sich dieselben Styles
Best PracticeKlassen als Standard, Element-Selektoren für Basis-Styles

Du kennst jetzt die wichtigsten Basis-Selektoren. Im nächsten Artikel geht es um erweiterte Selektoren: Kombinatoren, Pseudo-Klassen und Pseudo-Elemente, mit denen du noch gezielter auf bestimmte Elemente zugreifen kannst.

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