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CSS-Grundlagen · 1 von 11

Was ist CSS?

Jede Website, die du besuchst, hat Farben, Abstände, Schriftarten und ein Layout. All das kommt nicht von HTML, sondern von CSS. Ohne CSS sieht jede Seite aus wie ein unformatiertes Textdokument aus den 90er-Jahren. Mit CSS machst du daraus das, was Nutzer erwarten: eine visuell ansprechende Webseite.

Steckbrief Grundlagen
Reihe
CSS-Grundlagen
Teil
1 von 11
Kapitel
11
Vorschauen
4
Lesezeit
4 Min
Stand
10.02.2026

Was bedeutet CSS?

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CSS steht für Cascading Style Sheets, auf Deutsch: Kaskadierende Stilvorlagen. Klingt kompliziert, lässt sich aber gut aufschlüsseln:

  • Cascading (Kaskadierend) bedeutet, dass mehrere Stilregeln auf dasselbe Element wirken können. Der Browser entscheidet anhand fester Regeln, welche Regel gewinnt. Mehr dazu lernst du später beim Thema Spezifität.
  • Style (Stil): CSS beschreibt das Aussehen: Farben, Abstände, Schriftgrößen, Layouts und vieles mehr.
  • Sheets (Vorlagen): CSS-Regeln werden in Stylesheets geschrieben, also in eigenen Dateien oder eingebetteten Bereichen.

CSS ist keine Programmiersprache

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Genau wie HTML ist CSS eine deklarative Sprache. Du beschreibst, wie etwas aussehen soll, nicht wie es berechnet wird. Kein if, kein for, keine Variablen im klassischen Sinne (Custom Properties kamen erst später hinzu).

Im Zusammenspiel der drei Kerntechnologien des Webs hat CSS eine klare Rolle:

  • HTML definiert die Struktur und den Inhalt (Was steht auf der Seite?)
  • CSS gestaltet das Aussehen (Wie sieht es aus?)
  • JavaScript fügt Verhalten hinzu (Was passiert bei Interaktion?)

HTML ohne CSS vs. mit CSS

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Um zu verstehen, was CSS bewirkt, schau dir denselben HTML-Code einmal ohne und einmal mit CSS an.

Ohne CSS zeigt der Browser nur die Standard-Darstellung: schwarzer Text auf weißem Hintergrund, Times New Roman, keine Abstände, kein Layout.

style.css
HTML ohne CSS
<h2>Willkommen</h2>
<p>Das ist eine Webseite ohne CSS.</p>
<p>Alles sieht gleich aus, langweilig und unformatiert.</p>

Mit ein paar Zeilen CSS ändert sich das Bild komplett:

HTML mit CSS
body {
  font-family: system-ui, sans-serif;
  padding: 16px;
  background: #f8f9fa;
}

h2 {
  color: #1a56db;
  margin-bottom: 8px;
}

p {
  color: #374151;
  line-height: 1.6;
}

Derselbe HTML-Code, ein völlig anderes Ergebnis. Das ist die Stärke von CSS: Du trennst Inhalt von Gestaltung.

Wie eine CSS-Regel aufgebaut ist

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Jede CSS-Regel besteht aus zwei Teilen: einem Selektor und einem Deklarationsblock:

Selektor {
  Eigenschaft: Wert;
  Eigenschaft: Wert;
}

Ein konkretes Beispiel:

style.css
Aufbau einer CSS-Regel
p {
  color: #dc2626;
  font-size: 20px;
}

Hier ist, was die einzelnen Teile bedeuten:

  • Selektor (p): bestimmt, welche HTML-Elemente gestaltet werden. Hier: alle <p>-Elemente.
  • Deklarationsblock ({ ... }): enthält eine oder mehrere Deklarationen in geschweiften Klammern.
  • Deklaration (color: #dc2626;): besteht aus einer Eigenschaft und einem Wert, getrennt durch einen Doppelpunkt und abgeschlossen mit einem Semikolon.
  • Eigenschaft (color): was du ändern willst (Farbe, Größe, Abstand …).
  • Wert (#dc2626): auf was du es ändern willst.

Mehrere Regeln kombinieren

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In der Praxis schreibst du nicht nur eine Regel, sondern viele. Jede Regel zielt auf bestimmte Elemente ab:

Mehrere CSS-Regeln
h2 {
  color: #7c3aed;
  border-bottom: 2px solid #7c3aed;
  padding-bottom: 4px;
}

p {
  color: #374151;
  line-height: 1.6;
}

strong {
  color: #dc2626;
}

Kurze Geschichte von CSS

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CSS wurde 1996 vom W3C (World Wide Web Consortium) veröffentlicht, um das Aussehen von Webseiten vom HTML-Code zu trennen. Vorher wurden Farben und Schriftgrößen direkt in HTML-Tags geschrieben, was schnell unübersichtlich wurde.

VersionJahrWichtigste Neuerung
CSS11996Grundlegende Eigenschaften: Farben, Schriften
CSS21998Positionierung, z-index, Media Types
CSS2.12011Fehlerkorrekturen, stabiler Standard
CSS3ab 2011Module: Flexbox, Grid, Animationen, Media Queries

Seit CSS3 gibt es keine einzelne große Versionsnummer mehr. Stattdessen werden Features in eigenständigen Modulen entwickelt und veröffentlicht. Flexbox, Grid, Custom Properties: all das sind CSS-Module, die unabhängig voneinander weiterentwickelt werden. Wenn jemand “CSS4” sagt, meint er meistens die neuesten Modul-Versionen.

Was CSS kann und was nicht

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CSS kann:

  • Farben, Schriftarten und Textformatierung festlegen
  • Abstände und Rahmen definieren (Box-Modell)
  • Layouts erstellen (Flexbox, Grid)
  • Animationen und Übergänge gestalten
  • Responsive Design für verschiedene Bildschirmgrößen umsetzen
  • Elemente ein- und ausblenden

CSS kann nicht:

  • HTML-Struktur verändern oder neue Elemente erzeugen
  • Auf Benutzereingaben reagieren (Formulare auswerten, Daten senden)
  • Berechnungen durchführen (außer einfache mit calc())
  • Daten aus einer Datenbank laden

Zusammenfassung

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KonzeptBeschreibung
CSSCascading Style Sheets, die Sprache für das Aussehen von Webseiten
SelektorBestimmt, welche Elemente gestaltet werden
DeklarationsblockEnthält die Stil-Anweisungen in { ... }
EigenschaftWas geändert wird (z.B. color, font-size)
WertAuf welchen Wert geändert wird (z.B. red, 20px)
DeklarationEigenschaft + Wert, getrennt durch :
CSS3Modularer Standard, wird laufend weiterentwickelt

Im nächsten Artikel lernst du die drei Wege, wie du CSS in HTML einbinden kannst, und welche Methode sich wann eignet.

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