<ins>

Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026

Das <ins>-Element kennzeichnet Text, der in ein Dokument eingefügt wurde. Browser stellen <ins> standardmäßig unterstrichen dar. Es ist das Gegenstück zu <del>: Während <del> gelöschten Text markiert, zeigt <ins> den neu hinzugefügten Text. Zusammen bilden sie ein Paar für die Darstellung von Textänderungen — wie die “Änderungen nachverfolgen”-Funktion in Word. Auf dieser Seite lernst du, wann <ins> die richtige Wahl ist und wie du es mit <del> kombinierst.

Grundlagen

<ins> gehört in einen Bearbeitungskontext: Es zeigt an, dass Text nachträglich zu einem Dokument hinzugefügt wurde. Das unterscheidet es von <u>, das für allgemeine Annotationen steht.

  • <ins> ist ein Inline-Element: Es fließt im Text mit und erzeugt keinen Zeilenumbruch
  • Browser stellen <ins> standardmäßig unterstrichen (text-decoration: underline) dar
  • Die semantische Bedeutung: “Dieser Text wurde nachträglich eingefügt
  • <ins> hat zwei optionale Attribute: cite (URL zur Begründung) und datetime (Zeitpunkt der Änderung)
  • Typische Anwendungsfälle: Textkorrekturen, Dokumentrevisionen, Changelogs, Kombination mit <del>
  • Für allgemeine Text-Annotationen (z.B. Rechtschreibfehler) verwende <u> statt <ins>
  • <ins> kann auch als Block-Level-Element verwendet werden, wenn es Block-Inhalte umschließt

Syntax

Grundsyntax
<p>Die Veranstaltung findet am <ins>22. März</ins> statt.</p>
Vorschau

Attribute

Attribut Typ Beschreibung Beispiel
cite URL URL zu einem Dokument, das die Änderung erklärt oder begründet. Wird vom Browser nicht sichtbar angezeigt, ist aber maschinenlesbar. cite="https://example.com/changelog"
datetime String Zeitpunkt der Einfügung im ISO 8601-Format. Wird vom Browser nicht sichtbar angezeigt, kann aber von Scripts und Suchmaschinen ausgewertet werden. datetime="2026-02-05T14:30:00"

Beispiele

Textkorrektur mit del und ins

Der häufigste Anwendungsfall: Eine Korrektur in einem Dokument, bei der der alte Text durchgestrichen und der neue Text unterstrichen dargestellt wird:

Textkorrektur
<p>
  Bitte senden Sie die Unterlagen an
  <del>info@alt.de</del>
  <ins>kontakt@neu.de</ins>.
</p>
Vorschau

Changelog-Eintrag mit datetime

Mit dem datetime-Attribut dokumentierst du, wann die Änderung vorgenommen wurde. Das ist besonders nützlich für Changelogs und Versionierungen:

Changelog mit datetime
<p>
  Maximale Dateigröße:
  <del datetime="2026-01-15">5 MB</del>
  <ins datetime="2026-02-05">25 MB</ins>
</p>
<p>
  API-Rate-Limit:
  <del datetime="2026-02-01">100 Requests/Minute</del>
  <ins datetime="2026-02-05">500 Requests/Minute</ins>
</p>
Vorschau

Dokumentrevision im Wiki-Stil

In Wikis und kollaborativen Dokumenten zeigen <del> und <ins> gemeinsam, wie ein Text überarbeitet wurde — ähnlich der “Änderungen nachverfolgen”-Funktion in Word:

Dokumentrevision
<p>
  Die Veranstaltung findet im
  <del style="background: #fecaca;">Großen Saal</del>
  <ins style="background: #bbf7d0;">Konferenzraum B</ins>
  statt.
</p>
<p>
  Anmeldeschluss ist der
  <del style="background: #fecaca;">15. März</del>
  <ins style="background: #bbf7d0;">22. März</ins>.
</p>
Vorschau

Barrierefreiheit

  • Screenreader-Verhalten: Manche Screenreader (z.B. NVDA, JAWS) können <ins> ankündigen, andere ignorieren es. Du solltest dich nicht darauf verlassen, dass die Einfügung automatisch kommuniziert wird.
  • Kontext bieten: Wenn die Änderung für das Verständnis wichtig ist, ergänze einen erklärenden Text — z.B. “Aktualisiert am 5. Februar:” oder “Korrektur:”. So verstehen auch Screenreader-Nutzer, dass sich etwas geändert hat.
  • Visuell unterscheidbar machen: Die Standard-Unterstreichung von <ins> kann mit Links verwechselt werden. Passe das Styling an (z.B. andere Farbe, Hintergrundfarbe), damit Nutzer sofort erkennen, dass es sich um eingefügten Text handelt.

Häufige Fehler

  • ins statt u verwenden: Wenn du Text nur annotieren willst (z.B. Rechtschreibfehler markieren), verwende <u>. <ins> ist explizit für Einfügungen in einem Bearbeitungskontext gedacht. Die Unterscheidung: <ins> = “wurde hinzugefügt”, <u> = “hat eine Anmerkung”.

  • ins ohne del verwenden: <ins> allein ist selten sinnvoll. Wenn etwas eingefügt wurde, wurde vermutlich auch etwas entfernt oder ersetzt. Kombiniere <ins> mit <del>, um den vollständigen Änderungskontext zu zeigen.

  • Verwechslung mit u: <ins> und <u> sehen im Browser identisch aus (beide unterstrichen), haben aber unterschiedliche Bedeutungen. <ins> gehört in einen Bearbeitungskontext, <u> ist eine allgemeine Annotation. Wähle das Element nach der Bedeutung, nicht nach dem Aussehen.

Browser-Kompatibilität

Das ins-Element wird von allen Browsern seit den Anfängen des Webs unterstützt.

ClientUnterstützungHinweise
ChromeKomplett
FirefoxKomplett
SafariKomplett
EdgeKomplett
OperaKomplett

Email-Kompatibilität

Das ins-Element wird in den meisten Email-Clients als unterstrichener Text dargestellt.

ClientUnterstützungHinweise
Apple MailKomplett
GmailKomplett
OutlookTeilweiseÄltere Versionen ignorieren ins teilweise. Verwende inline text-decoration: underline als Fallback
ThunderbirdKomplett
Yahoo MailKomplett

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