<picture>
Das <picture>-Element gibt dir die volle Kontrolle darüber, welches Bild der Browser in welcher Situation lädt. Du kannst moderne Formate wie AVIF und WebP mit einem JPEG-Fallback kombinieren, verschiedene Bilder für verschiedene Bildschirmgrößen liefern oder sogar unterschiedliche Motive für Desktop und Mobil bereitstellen. Der Browser entscheidet automatisch, welche <source> am besten passt.
- Kategorie
- Links & Medien
- Art
- Inline
- Beispiele
- 4
- Browser
- 5 von 5
- 1 von 5
- Stand
- 04.02.2026
Grundlagen
<picture> ist ein Container, der selbst nichts anzeigt. Die eigentliche Arbeit machen die <source>-Kind-Elemente und das <img>-Fallback. Stell es dir wie einen Entscheidungsbaum vor: Der Browser geht die <source>-Elemente von oben nach unten durch, prüft die Bedingungen (Format, Viewport, Pixeldichte) und nimmt das erste, das passt. Wenn keine <source> matcht, greift das <img>.
<picture>ist ein Container ohne eigene Darstellung: Es hat keine eigenen visuellen Attribute- Es enthält beliebig viele
<source>-Elemente und genau ein<img>als letztes Kind - Das
<img>-Element ist Pflicht: Ohne es wird nichts angezeigt - Der Browser prüft die
<source>-Elemente von oben nach unten und wählt die erste passende - Alle Attribute wie
alt,width,height,classundstylestehen auf dem<img>, nicht auf<picture> <picture>hat keine eigenen Attribute außer den globalen: Die Magie steckt in den<source>-Kindern
Syntax
<picture>
<source srcset="bild.webp" type="image/webp">
<img src="bild.jpg"
alt="Beschreibung des Bildes">
</picture>Beispiele
4 BeispieleDer wichtigste Anwendungsfall: Moderne Bildformate anbieten und für ältere Browser einen Fallback bereithalten. AVIF bietet die beste Kompression, WebP ist breiter unterstützt, JPEG funktioniert überall.
<picture>
<!-- Bestes Format zuerst -->
<source srcset="produkt.avif"
type="image/avif">
<!-- Guter Kompromiss -->
<source srcset="produkt.webp"
type="image/webp">
<!-- Universelles Fallback -->
<img src="produkt.jpg"
alt="Produktfoto">
</picture>Art Direction bedeutet: Du zeigst je nach Bildschirmgröße ein anderes Motiv, nicht nur eine andere Auflösung. Auf dem Smartphone ein quadratisches Close-up, auf dem Desktop ein breites Panorama. Dafür nutzt du das media-Attribut auf den <source>-Elementen.
<picture>
<!-- Desktop: breites Panorama -->
<source srcset="berg-desktop.jpg"
media="(min-width: 800px)">
<!-- Mobil: quadratisches Close-up -->
<source srcset="berg-mobil.jpg"
media="(max-width: 799px)">
<!-- Fallback -->
<img src="berg-fallback.jpg"
alt="Berglandschaft">
</picture>Mit prefers-color-scheme im media-Attribut kannst du verschiedene Bilder für helle und dunkle Systemeinstellungen liefern. Ideal für Logos, Diagramme oder Screenshots.
<picture>
<!-- Dark Mode -->
<source srcset="logo-dark.svg"
media="(prefers-color-scheme: dark)">
<!-- Light Mode -->
<source srcset="logo-light.svg"
media="(prefers-color-scheme: light)">
<!-- Fallback -->
<img src="logo-default.svg" alt="Firmenlogo">
</picture>In der Praxis kombinierst du oft Format-Fallbacks mit Art Direction. Das ergibt mehr <source>-Elemente, gibt dir aber die maximale Kontrolle.
<picture>
<!-- Desktop + AVIF -->
<source srcset="hero-desktop.avif"
media="(min-width: 800px)"
type="image/avif">
<!-- Desktop + WebP -->
<source srcset="hero-desktop.webp"
media="(min-width: 800px)"
type="image/webp">
<!-- Mobil + AVIF -->
<source srcset="hero-mobil.avif"
media="(max-width: 799px)"
type="image/avif">
<!-- Mobil + WebP -->
<source srcset="hero-mobil.webp"
media="(max-width: 799px)"
type="image/webp">
<!-- Universelles Fallback -->
<img src="hero-fallback.jpg"
alt="Hero-Bild der Startseite">
</picture>Barrierefreiheit
Das <picture>-Element selbst ist für Screenreader unsichtbar: Es ist nur ein Container. Die Barrierefreiheit hängt vollständig vom <img>-Kind ab. Deshalb gelten die gleichen Regeln wie für ein normales <img>:
- Das
alt-Attribut muss auf dem<img>-Element stehen, nicht auf<picture>oder<source> - Alle Bildvarianten (verschiedene Formate, Viewports, Dark Mode) sollten denselben Inhalt zeigen: Das
altmuss für alle passen - Bei Art Direction mit deutlich unterschiedlichen Motiven (z.B. Close-up vs. Panorama) wähle ein
alt, das den gemeinsamen Inhalt beschreibt
Häufige Fehler
4 Fehler 01 Fehlendes <img>-Fallback
<picture> ohne <img> zeigt nichts an. Das <img> ist nicht optional: Es ist das Element, das der Browser tatsächlich rendert. Die <source>-Elemente beeinflussen nur, welche Datei geladen wird. 02 Attribute auf <picture> statt auf <img>
alt, width, height, class, style: All diese Attribute gehören auf das <img>, nicht auf <picture>. <picture> ist nur ein Container und hat keine eigenen visuellen Attribute. 03 Falsche <source>-Reihenfolge
<source>. Wenn du JPEG vor AVIF stellst, wird der Browser immer JPEG nehmen. Stelle das spezifischste oder beste Format immer zuerst: AVIF → WebP → JPEG. 04 <picture> statt srcset verwenden
srcset auf einem einfachen <img> die bessere Lösung. <picture> ist für den Fall gedacht, dass du dem Browser unterschiedliche Dateien unter verschiedenen Bedingungen liefern willst. Browser-Kompatibilität
5 von 5Das picture-Element wird von allen modernen Browsern vollständig unterstützt. In älteren Browsern ohne picture-Support wird automatisch das enthaltene img-Element verwendet.
-
Chrome
Komplett
Seit Chrome 38
-
Firefox
Komplett
Seit Firefox 38
-
Safari
Komplett
Seit Safari 9.1
-
Edge
Komplett
Seit Edge 13
-
Opera
Komplett
Email-Kompatibilität
1 von 5Die Unterstützung von picture in Email-Clients ist sehr eingeschränkt. Die meisten Clients ignorieren picture und source komplett. Das enthaltene img-Element wird aber in der Regel angezeigt.
-
Apple Mail
Komplett
picture und source werden korrekt verarbeitet.
-
Gmail
Keine
Gmail entfernt picture und source. Das enthaltene img wird angezeigt, wenn es ein src-Attribut hat.
-
Outlook
Keine
Outlook unterstützt picture nicht. Verwende einfache img-Tags für E-Mails.
-
Thunderbird
Teilweise
Grundlegende Unterstützung vorhanden, aber nicht alle source-Attribute werden berücksichtigt.
-
Yahoo Mail
Keine
picture wird entfernt. Das img-Fallback wird angezeigt.
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