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<ruby>

Das <ruby> Element ermöglicht es, kleinen Textannotationen über oder neben ostasiatischen Schriftzeichen anzuzeigen. Diese Annotationen, auch als Furigana (Japanisch) oder Pinyin (Chinesisch) bekannt, helfen beim Lesen komplexer Schriftzeichen, indem sie die Aussprache oder Bedeutung verdeutlichen.

Steckbrief <ruby>
Kategorie
Text & Typografie
Art
Inline
Beispiele
4
Browser
5 von 5
E-Mail
0 von 6
Stand
06.02.2026

Grundlagen

5 Punkte
  • Verwendung: Aussprachehinweise für chinesische, japanische oder koreanische Zeichen
  • Typischer Einsatz: Bildungsmaterialien, Lehrbücher, Texte mit seltenen Kanji/Hanzi
  • Display-Verhalten: Inline-Element, das Annotationen über dem Basistext positioniert
  • Zusammenspiel: Benötigt <rt> für die Annotation und optional <rp> für Klammern in älteren Browsern
  • Browser-Darstellung: Annotation wird automatisch über oder neben dem Basistext platziert

Syntax

index.html
Grundsyntax
<ruby>漢<rt>かん</rt>字<rt>じ</rt></ruby>

Das typische Muster besteht aus dem Basiszeichen, gefolgt von <rt> mit der Ausspracheangabe. Für mehrere Zeichen wird das Muster wiederholt.

Beispiele

4 Beispiele
index.html
Japanisch mit rp-Fallback
<ruby>日<rp>(</rp><rt>に</rt><rp>)</rp>本<rp>(</rp><rt>ほん</rt><rp>)</rp>語<rp>(</rp><rt>ご</rt><rp>)</rp></ruby>

Dieses Beispiel zeigt das vollständige Muster mit <rp> (ruby parenthesis) für Browser, die Ruby nicht unterstützen. Dort würden die Klammern um die Lesehinweise angezeigt werden.

Barrierefreiheit

Ruby-Annotationen verbessern die Zugänglichkeit für Menschen, die mit ostasiatischen Schriftzeichen weniger vertraut sind. Screenreader behandeln den Inhalt von <rt> Elementen unterschiedlich, manche lesen ihn vor, andere überspringen ihn. Für maximale Barrierefreiheit sollte der Basistext auch ohne Annotation verständlich sein. Das lang Attribut hilft Screenreadern, die richtige Aussprache zu wählen: <ruby lang="ja">漢<rt>かん</rt>字<rt>じ</rt></ruby>.

Häufige Fehler

Ein häufiger Fehler ist es, <rt> außerhalb von <ruby> zu verwenden oder die Struktur zu vergessen. Ohne das umschließende <ruby> Element funktioniert die Annotation nicht korrekt:

<!-- Falsch: rt ohne ruby -->
漢<rt>かん</rt>字

<!-- Richtig: rt innerhalb von ruby -->
<ruby>漢<rt>かん</rt>字<rt>じ</rt></ruby>

Ein weiterer Fehler ist die falsche Zuordnung von Annotation und Basiszeichen. Jedes Basiszeichen sollte seine eigene <rt> Annotation erhalten:

<!-- Falsch: Eine Annotation für mehrere Zeichen -->
<ruby>漢字<rt>かんじ</rt></ruby>

<!-- Richtig: Separate Annotationen -->
<ruby>漢<rt>かん</rt>字<rt>じ</rt></ruby>

Browser-Kompatibilität

5 von 5

Das ruby-Element wird von allen modernen Browsern gut unterstützt. Die Darstellung ist konsistent, wobei die Annotationen standardmäßig über dem Basistext positioniert werden.

  • Chrome

    Komplett

    Seit Version 5

  • Firefox

    Komplett

    Seit Version 38

  • Safari

    Komplett

    Seit Version 5

  • Edge

    Komplett

    Seit Version 12

  • Opera

    Komplett

    Seit Version 15

Email-Kompatibilität

0 von 6

Ruby-Annotationen sind in E-Mail-Clients problematisch. Die meisten Clients unterstützen weder das Element noch die spezielle Formatierung. Die Annotationen werden oft als normaler Text dargestellt oder komplett entfernt.

  • Gmail (Web)

    Keine

    rt-Inhalt wird als normaler Text angezeigt

  • Outlook (Desktop)

    Keine

    Ruby wird ignoriert

  • Outlook.com

    Keine

    Keine Ruby-Unterstützung

  • Apple Mail

    Teilweise

    Grundlegende Unterstützung, aber unzuverlässig

  • Thunderbird

    Keine

    Annotationen werden entfernt

  • Yahoo Mail

    Keine

    Keine Ruby-Unterstützung

Für E-Mails mit ostasiatischen Texten ist es besser, die Aussprachehinweise als normalen Text in Klammern anzugeben: “漢字 (かんじ)” statt Ruby-Markup zu verwenden.

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