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<param> Veraltet

Das <param> Element definiert Parameter für ein <object> Element in Form von Name-Wert-Paaren. Historisch wurde es eingesetzt, um eingebetteten Plugins wie Adobe Flash oder Java Applets Konfigurationswerte mitzugeben, zum Beispiel Autoplay-Einstellungen, Hintergrundfarben oder Quell-Dateien. Da Browser-Plugins heute Geschichte sind und Flash seit Ende 2020 offiziell eingestellt wurde, hat <param> keine praktische Verwendung mehr. In HTML5 ist das Element als veraltet (deprecated) markiert. Dieser Artikel dokumentiert <param> der Vollständigkeit halber. Verwende es nicht in neuen Projekten.

Steckbrief <param>
Kategorie
Meta & Scripting
Art
Leeres Element
Attribute
2
Beispiele
3
Browser
5 von 5
E-Mail
0 von 5
Stand
06.02.2026

Grundlagen

8 Punkte
  • Void-Element: <param> hat keinen Inhalt und kein schließendes Tag: Du schreibst einfach <param name="..." value="...">
  • Das Element muss innerhalb eines <object> Elements stehen. Außerhalb von <object> hat es keine Bedeutung und wird vom Browser ignoriert
  • Die Attribute name und value bilden ein Schlüssel-Wert-Paar, das an das eingebettete Objekt übergeben wird
  • Du kannst mehrere <param> Elemente innerhalb eines <object> verwenden, um verschiedene Parameter zu setzen
  • Historisch wurde <param> vor allem für Adobe Flash verwendet: Typische Parameter waren movie (Pfad zur SWF-Datei), quality (Renderqualität) und bgcolor (Hintergrundfarbe)
  • Auch Java Applets nutzten <param>, um Konfigurationswerte an das Applet zu übergeben (z.B. Schriftgröße, Datei-Pfade oder Animationsgeschwindigkeit)
  • Das Element ist komplett veraltet: Moderne Einbettungen mit <iframe>, <video>, <audio> oder <embed> benötigen kein <param>, weil sie ihre Konfiguration über eigene Attribute oder URL-Parameter regeln
  • Browser erkennen <param> noch aus Gründen der Abwärtskompatibilität, aber es gibt keinen Anwendungsfall mehr, in dem du es verwenden solltest

Syntax

<object data="animation.swf" type="application/x-shockwave-flash">
  <param name="movie" value="animation.swf">
  <param name="quality" value="high">
</object>

Da <param> ein Void-Element ist, hat es kein schließendes Tag. Der abschließende Schrägstrich (<param ... />) ist in HTML optional. Das Element steht immer direkt innerhalb von <object>, vor dem Fallback-Content.

Attribute

2 Attribute
Attribut und Beispiel Beschreibung
name String
name="quality"
Der Name des Parameters. Definiert den Schlüssel des Name-Wert-Paares, das an das eingebettete Objekt übergeben wird. Welche Namen gültig sind, hängt vom jeweiligen Plugin ab (z.B. 'movie', 'quality', 'bgcolor' für Flash).
value String
value="high"
Der Wert des Parameters. Wird zusammen mit dem name-Attribut als Konfigurationswert an das eingebettete Objekt übergeben.

Beispiele

3 Beispiele
<object data="banner.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="728" height="90">
  <param name="movie" value="banner.swf">
  <param name="quality" value="high">
  <param name="bgcolor" value="#000000">
  <param name="wmode" value="transparent">
  <p>Dein Browser unterstützt kein Flash. <a href="banner.html">Zur HTML-Version</a></p>
</object>

So sah ein typischer Flash-Banner in den 2000er-Jahren aus. Der Parameter movie gab den Pfad zur SWF-Datei an, quality steuerte die Renderqualität, bgcolor die Hintergrundfarbe und wmode den Transparenzmodus. Heute funktioniert das in keinem aktuellen Browser mehr, weil Flash-Unterstützung komplett entfernt wurde.

Barrierefreiheit

Das <param> Element hat keinen Einfluss auf die Barrierefreiheit. Es ist ein reines Konfigurations-Element ohne sichtbaren Inhalt und wird von Screenreadern vollständig ignoriert. Es erzeugt keine ARIA-Rolle und keinen zugänglichen Text.

Was für die Barrierefreiheit wirklich zählt, ist der Fallback-Content innerhalb von <object>. Wenn du ein <object> Element verwendest, solltest du immer einen sinnvollen Fallback-Text oder einen Link zwischen den Tags platzieren. Screenreader und Browser, die den eingebetteten Inhalt nicht darstellen können, zeigen diesen Fallback an.

<object data="präsentation.pdf" type="application/pdf" width="800" height="600">
  <!-- param hat keinen Einfluss auf Barrierefreiheit -->
  <p>
    Die Präsentation kann nicht angezeigt werden.
    <a href="präsentation.pdf">PDF herunterladen (2,4 MB)</a>
  </p>
</object>

Häufige Fehler

param außerhalb von object verwenden

<!-- Falsch: param gehört in ein object-Element -->
<param name="autoplay" value="true">
<video src="video.mp4"></video>

<!-- Richtig: param nur innerhalb von object -->
<object data="video.swf" type="application/x-shockwave-flash">
  <param name="autoplay" value="true">
</object>

Das <param> Element hat nur innerhalb von <object> eine Bedeutung. Außerhalb wird es vom Browser ignoriert. Für moderne Elemente wie <video> oder <audio> verwendest du stattdessen die eigenen Attribute des Elements (z.B. autoplay, controls, muted).

Schließendes Tag verwenden

<!-- Falsch: param ist ein Void-Element -->
<param name="quality" value="high"></param>

<!-- Richtig: kein schließendes Tag -->
<param name="quality" value="high">

Da <param> ein Void-Element ist, hat es kein schließendes Tag. Ein </param> ist syntaktisch falsch. Der Browser korrigiert den Fehler zwar stillschweigend, aber sauberer Code verwendet kein schließendes Tag bei Void-Elementen.

param für moderne Einbettungen verwenden

<!-- Falsch: iframe braucht kein param -->
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID">
  <param name="autoplay" value="1">
</iframe>

<!-- Richtig: URL-Parameter oder Attribute verwenden -->
<iframe
  src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID?autoplay=1"
  allow="autoplay">
</iframe>

<param> funktioniert nur mit <object> und den dazugehörigen Browser-Plugins (die es nicht mehr gibt). Für <iframe>, <video>, <audio> und <embed> verwendest du URL-Parameter oder HTML-Attribute zur Konfiguration.

Browser-Kompatibilität

5 von 5

Das <param> Element wird von allen Browsern aus Gründen der Abwärtskompatibilität noch erkannt. Da es aber ausschließlich mit Browser-Plugins wie Flash und Java funktionierte und diese Plugins nicht mehr existieren, ist die Unterstützung rein theoretisch. In der Praxis hat param keine Wirkung mehr.

  • Chrome

    Komplett

    Element wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

  • Firefox

    Komplett

    Element wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

  • Safari

    Komplett

    Element wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

  • Edge

    Komplett

    Element wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

  • Opera

    Komplett

    Element wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

Email-Kompatibilität

0 von 5

Das <param> Element wird von keinem Email-Client unterstützt. Es wird zusammen mit dem umgebenden <object> Element komplett aus dem HTML entfernt.

  • Gmail

    Keine

    Wird komplett entfernt

  • Outlook

    Keine

    Wird komplett entfernt

  • Apple Mail

    Keine

    Wird komplett entfernt

  • Thunderbird

    Keine

    Wird komplett entfernt

  • Yahoo Mail

    Keine

    Wird komplett entfernt

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