<param> Veraltet

Zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2026

Das <param> Element definiert Parameter für ein <object> Element in Form von Name-Wert-Paaren. Historisch wurde es eingesetzt, um eingebetteten Plugins wie Adobe Flash oder Java Applets Konfigurationswerte mitzugeben, zum Beispiel Autoplay-Einstellungen, Hintergrundfarben oder Quell-Dateien. Da Browser-Plugins heute Geschichte sind und Flash seit Ende 2020 offiziell eingestellt wurde, hat <param> keine praktische Verwendung mehr. In HTML5 ist das Element als veraltet (deprecated) markiert. Dieser Artikel dokumentiert <param> der Vollständigkeit halber. Verwende es nicht in neuen Projekten.

Grundlagen

  • Void-Element: <param> hat keinen Inhalt und kein schließendes Tag: Du schreibst einfach <param name="..." value="...">
  • Das Element muss innerhalb eines <object> Elements stehen. Außerhalb von <object> hat es keine Bedeutung und wird vom Browser ignoriert
  • Die Attribute name und value bilden ein Schlüssel-Wert-Paar, das an das eingebettete Objekt übergeben wird
  • Du kannst mehrere <param> Elemente innerhalb eines <object> verwenden, um verschiedene Parameter zu setzen
  • Historisch wurde <param> vor allem für Adobe Flash verwendet: Typische Parameter waren movie (Pfad zur SWF-Datei), quality (Renderqualität) und bgcolor (Hintergrundfarbe)
  • Auch Java Applets nutzten <param>, um Konfigurationswerte an das Applet zu übergeben (z.B. Schriftgröße, Datei-Pfade oder Animationsgeschwindigkeit)
  • Das Element ist komplett veraltet: Moderne Einbettungen mit <iframe>, <video>, <audio> oder <embed> benötigen kein <param>, weil sie ihre Konfiguration über eigene Attribute oder URL-Parameter regeln
  • Browser erkennen <param> noch aus Gründen der Abwärtskompatibilität, aber es gibt keinen Anwendungsfall mehr, in dem du es verwenden solltest

Syntax

<object data="animation.swf" type="application/x-shockwave-flash">
  <param name="movie" value="animation.swf">
  <param name="quality" value="high">
</object>

Da <param> ein Void-Element ist, hat es kein schließendes Tag. Der abschließende Schrägstrich (<param ... />) ist in HTML optional. Das Element steht immer direkt innerhalb von <object>, vor dem Fallback-Content.

Attribute

Attribut Typ Beschreibung Beispiel
name String Der Name des Parameters. Definiert den Schlüssel des Name-Wert-Paares, das an das eingebettete Objekt übergeben wird. Welche Namen gültig sind, hängt vom jeweiligen Plugin ab (z.B. 'movie', 'quality', 'bgcolor' für Flash). name="quality"
value String Der Wert des Parameters. Wird zusammen mit dem name-Attribut als Konfigurationswert an das eingebettete Objekt übergeben. value="high"

Beispiele

Flash-Film mit Parametern (historisch)

<object data="banner.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="728" height="90">
  <param name="movie" value="banner.swf">
  <param name="quality" value="high">
  <param name="bgcolor" value="#000000">
  <param name="wmode" value="transparent">
  <p>Dein Browser unterstützt kein Flash. <a href="banner.html">Zur HTML-Version</a></p>
</object>

So sah ein typischer Flash-Banner in den 2000er-Jahren aus. Der Parameter movie gab den Pfad zur SWF-Datei an, quality steuerte die Renderqualität, bgcolor die Hintergrundfarbe und wmode den Transparenzmodus. Heute funktioniert das in keinem aktuellen Browser mehr, weil Flash-Unterstützung komplett entfernt wurde.

Java Applet mit Parametern (historisch)

<object classid="java:MeinApplet.class" width="400" height="300">
  <param name="fontsize" value="14">
  <param name="color" value="blue">
  <param name="speed" value="50">
  <p>Java Applet konnte nicht geladen werden.</p>
</object>

Java Applets waren in den frühen 2000er-Jahren eine verbreitete Methode, um interaktive Inhalte im Browser darzustellen. Die <param> Elemente übergaben Konfigurationswerte an die Java-Klasse. Auch Java Applets werden von modernen Browsern nicht mehr unterstützt. Das Java-Browser-Plugin wurde 2017 offiziell eingestellt.

Moderne Alternative: Direkte Einbettung ohne param

<!-- Video einbetten: kein param nötig -->
<video src="video.mp4" width="640" height="360" controls autoplay>
  <p>Dein Browser unterstützt kein HTML5-Video. <a href="video.mp4">Video herunterladen</a></p>
</video>

<!-- YouTube einbetten: Konfiguration über URL-Parameter -->
<iframe
  src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID?autoplay=1&mute=1"
  width="560"
  height="315"
  allow="autoplay; encrypted-media"
  allowfullscreen>
</iframe>

<!-- PDF einbetten: direkt über data-Attribut -->
<object data="dokument.pdf" type="application/pdf" width="800" height="600">
  <p>PDF kann nicht angezeigt werden. <a href="dokument.pdf">PDF herunterladen</a></p>
</object>

Moderne HTML-Elemente wie <video>, <audio> und <iframe> brauchen kein <param>. Konfigurationsoptionen wie Autoplay oder Stummschaltung werden entweder über eigene HTML-Attribute (autoplay, muted, controls) oder über URL-Parameter in der src-URL gesteuert. Selbst <object> kommt heute ohne <param> aus, weil die eingebetteten Formate (PDF, SVG, Bilder) keine Plugin-Parameter benötigen.

Barrierefreiheit

Das <param> Element hat keinen Einfluss auf die Barrierefreiheit. Es ist ein reines Konfigurations-Element ohne sichtbaren Inhalt und wird von Screenreadern vollständig ignoriert. Es erzeugt keine ARIA-Rolle und keinen zugänglichen Text.

Was für die Barrierefreiheit wirklich zählt, ist der Fallback-Content innerhalb von <object>. Wenn du ein <object> Element verwendest, solltest du immer einen sinnvollen Fallback-Text oder einen Link zwischen den Tags platzieren. Screenreader und Browser, die den eingebetteten Inhalt nicht darstellen können, zeigen diesen Fallback an.

<object data="präsentation.pdf" type="application/pdf" width="800" height="600">
  <!-- param hat keinen Einfluss auf Barrierefreiheit -->
  <p>
    Die Präsentation kann nicht angezeigt werden.
    <a href="präsentation.pdf">PDF herunterladen (2,4 MB)</a>
  </p>
</object>

Häufige Fehler

param außerhalb von object verwenden

<!-- Falsch: param gehört in ein object-Element -->
<param name="autoplay" value="true">
<video src="video.mp4"></video>

<!-- Richtig: param nur innerhalb von object -->
<object data="video.swf" type="application/x-shockwave-flash">
  <param name="autoplay" value="true">
</object>

Das <param> Element hat nur innerhalb von <object> eine Bedeutung. Außerhalb wird es vom Browser ignoriert. Für moderne Elemente wie <video> oder <audio> verwendest du stattdessen die eigenen Attribute des Elements (z.B. autoplay, controls, muted).

Schließendes Tag verwenden

<!-- Falsch: param ist ein Void-Element -->
<param name="quality" value="high"></param>

<!-- Richtig: kein schließendes Tag -->
<param name="quality" value="high">

Da <param> ein Void-Element ist, hat es kein schließendes Tag. Ein </param> ist syntaktisch falsch. Der Browser korrigiert den Fehler zwar stillschweigend, aber sauberer Code verwendet kein schließendes Tag bei Void-Elementen.

param für moderne Einbettungen verwenden

<!-- Falsch: iframe braucht kein param -->
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID">
  <param name="autoplay" value="1">
</iframe>

<!-- Richtig: URL-Parameter oder Attribute verwenden -->
<iframe
  src="https://www.youtube.com/embed/VIDEO_ID?autoplay=1"
  allow="autoplay">
</iframe>

<param> funktioniert nur mit <object> und den dazugehörigen Browser-Plugins (die es nicht mehr gibt). Für <iframe>, <video>, <audio> und <embed> verwendest du URL-Parameter oder HTML-Attribute zur Konfiguration.

Browser-Kompatibilität

Das <param> Element wird von allen Browsern aus Gründen der Abwärtskompatibilität noch erkannt. Da es aber ausschließlich mit Browser-Plugins wie Flash und Java funktionierte und diese Plugins nicht mehr existieren, ist die Unterstützung rein theoretisch. In der Praxis hat param keine Wirkung mehr.

ClientUnterstützungHinweise
ChromeKomplettElement wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es
FirefoxKomplettElement wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es
SafariKomplettElement wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es
EdgeKomplettElement wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es
OperaKomplettElement wird erkannt, aber kein Plugin verarbeitet es

Email-Kompatibilität

Das <param> Element wird von keinem Email-Client unterstützt. Es wird zusammen mit dem umgebenden <object> Element komplett aus dem HTML entfernt.

ClientUnterstützungHinweise
GmailKeineWird komplett entfernt
OutlookKeineWird komplett entfernt
Apple MailKeineWird komplett entfernt
ThunderbirdKeineWird komplett entfernt
Yahoo MailKeineWird komplett entfernt

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