<u>
Zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026
Das <u>-Element kennzeichnet Text mit einer unartikulierten Annotation — also einer nicht-textuellen Anmerkung. Browser stellen <u> standardmäßig unterstrichen dar. Früher war <u> ein rein visuelles Element für Unterstreichungen, aber in HTML5 hat es eine neue semantische Bedeutung bekommen: Es markiert Text, der auf irgendeine Weise annotiert ist, zum Beispiel Rechtschreibfehler oder chinesische Eigennamen. Auf dieser Seite lernst du, wann <u> sinnvoll ist und warum du es mit Vorsicht einsetzen solltest.
Grundlagen
<u> ist eines der Elemente, die in HTML5 eine neue Bedeutung bekommen haben. Es steht nicht mehr für “unterstrichen”, sondern für “unartikulierte Annotation”. Das klingt kompliziert, bedeutet aber einfach: Der Text hat eine Anmerkung, die nicht durch den Text selbst ausgedrückt wird.
<u>ist ein Inline-Element: Es fließt im Text mit und erzeugt keinen Zeilenumbruch- Browser stellen
<u>standardmäßig unterstrichen (text-decoration: underline) dar - Die semantische Bedeutung ist eine nicht-textuelle Annotation — z.B. “hier ist ein Fehler”
- Vorsicht: Unterstrichener Text wird im Web fast immer als Link wahrgenommen. Das kann Nutzer verwirren
- Typische Anwendungsfälle: Rechtschreibfehler markieren, chinesische Eigennamen kennzeichnen
- Für eingefügten Text in einem Bearbeitungskontext verwende
<ins>statt<u> - Wenn du Text nur unterstreichen willst, verwende CSS
text-decoration: underlinestatt<u>
Syntax
<p>Das ist ein <u>Rechtschreibfehler</u> im Text.</p>Beispiele
Rechtschreibfehler markieren
Der häufigste Anwendungsfall für <u>: Fehlerhafte Wörter im Text kennzeichnen, ähnlich wie die rote Wellenlinie in Textverarbeitungsprogrammen. Mit etwas CSS kannst du die Darstellung anpassen:
<p>
Der Satz enthält einen
<u style="text-decoration: underline wavy red;">Rächtsschreibfehler</u>,
der korrigiert werden sollte.
</p>u mit angepasstem Styling
Da die Standard-Unterstreichung leicht mit Links verwechselt werden kann, ist es sinnvoll, <u> mit CSS anders zu gestalten. Hier ein Beispiel mit einer gepunkteten Linie in einer anderen Farbe:
<p>
Die <u style="text-decoration-style: dotted; text-decoration-color: #059669;">
Annotation
</u>
hebt sich deutlich von
<a href="https://example.com">normalen Links</a> ab.
</p>Verwechslungsgefahr mit Links
Dieses Beispiel zeigt das Problem: Unterstrichener Text sieht fast identisch aus wie ein Link. Nutzer könnten versuchen, darauf zu klicken — und wären frustriert, wenn nichts passiert:
<!-- Ein echter Link — Nutzer erwarten, dass unterstrichener Text klickbar ist -->
<p>Klicke auf <a href="https://example.com">diesen Link</a>, um mehr zu erfahren.</p>
<!-- Kein Link, aber optisch fast identisch — das verwirrt -->
<p>Dieser <u>unterstrichene Text</u> ist kein Link, sieht aber fast so aus.</p>Barrierefreiheit
- Screenreader-Verhalten: Die meisten Screenreader ignorieren
<u>und lesen den Text ohne besondere Ankündigung vor. Der Nutzer erfährt nicht, dass der Text unterstrichen oder annotiert ist. - Verwechslungsgefahr mit Links: Sehende Nutzer assoziieren unterstrichenen Text fast immer mit Links. Wenn du
<u>verwendest, sorge mit CSS dafür, dass sich die Darstellung klar von Links unterscheidet (z.B. andere Farbe, gepunktete Linie). - Zusätzlichen Kontext bieten: Wenn die Annotation wichtig ist (z.B. “hier ist ein Fehler”), reicht
<u>allein nicht aus. Ergänze einen erklärenden Text oder verwendearia-describedby, damit auch Screenreader-Nutzer die Information erhalten.
Häufige Fehler
-
u als Styling-Element verwenden:
<u>sollte nicht verwendet werden, nur weil du Text unterstrichen darstellen willst. Dafür gibt es CSStext-decoration: underline. Das<u>-Element hat eine semantische Bedeutung (Annotation) und sollte nur dafür eingesetzt werden. -
u nicht von Links unterscheidbar machen: Wenn du
<u>verwendest und die Standard-Unterstreichung beibehältst, sieht der Text fast identisch aus wie ein Link. Passe das Styling an (Farbe, Linienart), damit Nutzer sofort erkennen, dass es kein klickbarer Link ist. -
u statt ins verwenden: Wenn du Text markieren willst, der in ein Dokument eingefügt wurde (z.B. bei einer Textüberarbeitung), verwende
<ins>.<u>ist für allgemeine Annotationen gedacht,<ins>explizit für Einfügungen.
Browser-Kompatibilität
Das u-Element wird von allen Browsern seit den Anfängen des Webs unterstützt.
| Client | Unterstützung | Hinweise |
|---|---|---|
| Chrome | Komplett | — |
| Firefox | Komplett | — |
| Safari | Komplett | — |
| Edge | Komplett | — |
| Opera | Komplett | — |
Email-Kompatibilität
Das u-Element wird in allen gängigen Email-Clients als unterstrichener Text dargestellt.
| Client | Unterstützung | Hinweise |
|---|---|---|
| Apple Mail | Komplett | — |
| Gmail | Komplett | — |
| Outlook | Komplett | — |
| Thunderbird | Komplett | — |
| Yahoo Mail | Komplett | — |
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